Aktuelle Wechselausstellung

Wege über Rhein, Wupper und Dhünn in Leverkusen

17.05. - 23.08.2026

Leverkusen hat als Rheinanlieger lange Erfahrung mit der Bedeutung von Flüssen – münden bzw. mündeten hier doch auch Dhünn und Wupper in die bedeutende europäische Binnenwasserstraße Rhein. Die Geschicke der Menschen an den Ufern hingen und hängen an Pegelständen, an Infrastruktur wie Querungen mit Fähren oder Brücken sowie an der Anbindung an Wege und Straßen. Eine Flussquerung – vor allem über den Rhein – bleibt bis heute eine Herausforderung.

Werdegang und Bedeutung eines Fährübergangs richteten sich nach Wegverbindungen und Handelsstraßen und danach, ob sich an solchen Kreuzungspunkten größere Ortschaften bildeten. Die Fährverbindung Hitdorf–Langel besteht seit etwa 700 Jahren, seit knapp 100 Jahren als Autofähre. Heute wird sie aus Kostengründen oder Personalmangel infrage gestellt, obwohl sie für Landwirte, Spaziergänger, Radfahrende und Autofahrer wichtig bleibt, die sonst wegen maroder Brücken nur mühsam auf die andere Rheinseite gelangen.

Ein weiteres Beispiel ist die Schiffsbrücke über die Wuppermündung – über 100 Jahre alt und als Denkmal noch in Betrieb. Sie erleichterte einst Wanderarbeitern den Weg zu den Farbenfabriken. Und die erste Brücke über die Wupper nahe dem Rhein ermöglichte es den Ziegelbrennern, ihre Ware auf kurzem Weg zu den Kunden zu bringen.

Die Ausstellung zeigt, wie Menschen zu allen Zeiten Verbindungen geschaffen haben, um zueinander und zu ihrer Arbeit zu gelangen.