Aus dem Archiv der Wechselausstellungen

Bauten in und für Leverkusen. Wilhelm Fähler 1889-1953

18.05.2003 - 28.09.2003

Dr. Ruth Fähler, die Tochter des Architekten, hat dem Stadtarchiv 175 Fotografien von Bauten und Planungen ihres Vaters Wilhelm Fähler geschenkt, der von 1889 bis 1953 gelebt hat. Die Fotos stammen zum größten Teil aus den Zwanziger Jahren und sind eindrucksvolle Zeugnisse für die Architektenkunst ihres Vaters. Sie dokumentieren aber auch den Willen der 1921 zur Stadt gewordenen Kommune Wiesdorf, ihrem neuen Status planerisch und baulich gerecht zu werden. Dem Lebenswerk des Architekten hat die Stadtgeschichtliche Vereinigung in Zusammenarbeit mit KulturStadtLev-Stadtarchiv und der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Leverkusen eine Ausstellung gewidmet, die in der Villa Römer gezeigt worden ist. Dort waren neben den übergebenen Fotografien auch bisher unbekannte Planungzeichnungen zu sehen.

Kaum ein Architekt hat das Bild der heutigen Stadtteile Wiesdorf, Küppersteg und Manfort so nachhaltig geprägt wie Wilhelm Fähler. Seit 1917 lebte er zunächst als Gemeinde­baumeister und später als freier Architekt in Wiesdorf. Zu seinen Werken gehören u.a. das Carl-Duisberg-Gymnasium, die Realschule am Stadtpark, die Siedlungen Heidehöhe, Neuenhof, das evangelische Gemeindehaus und viele Wohn- und Geschäftshäuser. 1917/18 legte er zusammen mit Bürgermeister Rudolf Janz eine Stadtmitteplanung vor, die bereits wesentliche Elemente aller späteren Planungen vereinigt. Am Tag des offenen Denkmals wurde 2003 eine geführte Bustour zu den Bauten des Architekten unternommen – u.a. zur Feuerwache in Bürrig, zum Krieger­ehrenheim in Küppersteg, zum Realgymnasium Am Stadtpark in Wiesdorf und zur Siedlung Heidehöhe in Manfort.